Müde Augen durch zuviel Zeit am Computer?

Wie Sie sich mit einfachen Übungen zwischendurch entlasten können

03.06.2009 Jutta Baur

Wer stundenlang am PC sitzt, kennt das Problem: müde, brennende Augen. Mit ein paar Tricks können Sie sich selbst helfen.

Kaum ein Arbeitsplatz kommt heutzutage ohne Computer aus. Selbst Handwerksberufe verlangen neben den typischen Tätigkeiten nach Planung, Verwaltung und Abschluss am PC. Was fast alle Berufe verbindet und leider auch hin und wieder Kopfschmerzen bereitet, sind die vielen Stunden, die täglich am Monitor zugebracht werden müssen.

Computerarbeit ist in erster Linie Augenarbeit.

Zum Glück gibt es zwar heutzutage TFT Flachbildschirme und flackernde, alte Röhrenmonitore gehören immer mehr der Vergangenheit an. Doch das konzentrierte Schauen auf kleine Zeichen im stets gleichen Abstand lässt die Augen müde werden und brennen.

Entlasten Sie von Zeit zu Zeit Ihre Augen.

Mit ein paar kleinen Übungen zwischendurch können Sie Ihre Augenmuskeln entspannen. Damit beugen Sie nicht nur eventuellen Fehlern vor, die sich durch überlastete Augen einschleichen können. Sie halten auch Ihre Augenmuskulatur mit geringem Aufwand fit.

Probieren Sie es doch einfach einmal aus.

  1. Stützen Sie sich mit den Ellenbogen auf der Tischplatte ab und bedecken Sie mit flachen Händen Ihre Augen. Achten Sie darauf, dass kein Licht mehr eindringt. Bitte drücken Sie dabei nicht auf die Augäpfel. Schließlich wollen Sie hinterher keine Sternchen sehen. So verharren Sie etwa 2-3 Minuten. Dann nehmen Sie die Hände langsam wieder weg.
  2. Suchen Sie nun mit den Augen einen Gegenstand, der sich möglichst weit weg von Ihnen befindet. Am besten schauen Sie dazu aus dem Fenster. Sehen Sie ihn sich genau an. Danach fokussieren Sie ein Objekt in Ihrer Nähe – einen Stift auf Ihrem Schreibtisch beispielsweise. Auch diesen betrachten Sie sich exakt. Nun wechseln Sie zu einem neuen entfernten Gegenstand. Wiederholen Sie diese Folge ungefähr 5-mal.
  3. Legen Sie jetzt Zeige- und Mittelfinger beider Hände auf die Stirn kurz über der Nasenwurzel. Massieren Sie mit sanftem Druck etwa 20 Sekunden lang mit leichten Kreisbewegungen von dort beidseitig über die Schläfen bis zum Ansatz der Ohren.
  4. Diese Übung ist etwas schwieriger, weil Augenbewegungen bei geschlossenen Augenlidern mehr Konzentration erfordern. Machen Sie die Augen zu. Stellen Sie sich eine große Acht vor und verfolgen Sie diese mit den Augen. Versuchen Sie das insgesamt 10-mal hinzubekommen. Dann öffnen Sie die Augen und wiederholen diese Aufgabe.
  5. Zum Abschluss gähnen Sie herzhaft. Lassen Sie den Unterkiefer locker fallen und atmen Sie durch den Mund ein. Sie entspannen auf diese Weise die Gesichtsmuskulatur und damit auch die Augenpartie. Der Tränenfluss wird angeregt und das Auge durch die Feuchtigkeit besser geschützt und versorgt.

Sie müssen übrigens nicht alle Übungen komplett hintereinander durchführen. Spüren Sie für sich, welche Ihnen besonders gut tut und lassen Sie die weg, die Ihnen weniger gefällt.

Foto:© Albrecht E. Arnold / PIXELIO Quelle: www.pixelio.de

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